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Zusammenfassung

Nach 1 1/2 Jahren intensiver Arbeit, war der "große Tag" nun gekommen.
Wir sind glücklich dabei gewesen zu sein und haben einen stolzen 7. Platz erreicht. (wird noch ergänzt)

 

 


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Cybawas?

Der Cybathlon findet 2016 zum 1.Mal in Zürich statt.
Er ist der erste Wettbewerb für Menschen mit körperlichen Behinderungen,
die mit technischen Assistenzsysteme unterstützt werden und wird von der ETHzürich organisiert.
Insgesamt gibt es 6 verschiedene Disziplinen:

  • E-Rollstuhl-Parcours
  • Exoskelett-Parcours
  • Rennen mit Muskelstimulation
  • Beinprothesen-Parcours
  • Armprothesen-Parcours
  • Virtuelles Rennen per Gedankenkraft(BCI)

 

weitere Informationen finden Sie auf der ETHzürich Homepage

 

 


 


Ein Zufall als Sprungbrett

Im Juni 2015 wurde ich durch den Freund eines Freundes gefragt, ob ich Interesse an einer Projektarbeit bzw. einem Wettkampf hätte. Kommilitonen von ihm suchen einen Rollstuhlfahrer, vorzugsweise querschnittsgelähmt, um mit ihm für den Cybathlon 2016 in der Disziplin "Brain-Computer-Interface" zu trainieren.

"Klingt total abgefahren, bin dabei!"
Nach einiger Onlinerecherche und dem 1.Treffen mit dem Team stand fest - Ich werde der Pilot!
Das erste Training wurde angesetzt, welches aber eher suboptimal lief, weil das EEG(die lustige "Badekappe") mit ihren 129-Elektroden, nicht so wollte wie wir. Das Training findet seitdem regelmäßig in der TU Darmstadt statt.

Durch die Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut Tübingen kommt auch der Team Name "Athena-Minerva", da diese jeweils das Logo der beiden Beteiligten ist.

Zur Offiziellen Team-Seite

Rehearsal 2015

Mitte Juli ging es nach Zürich zum Rehearsal - eine Art Probelauf dessen, was ein Jahr später stattfinden wird.
Wir waren schwer beeindruckt und lernten endlich auch andere Teams der verschiedenen Disziplinen und verschiedensten Ländern kennen.
Nach einem gründlichen medizinischen- & technischem-check, ging es nun in die Katakombe unter der Halle und die ersten Trainingseinheiten könnten gestartet werden.

Am darauffolgenden Tag wurde es dann ernst: die ersten Probeläufe bzw. der erste Probewettkampf ging los.
Der erste Durchgang lief, dafür wir bisher nur 3-4 mal trainiert haben, perfekt und wir erzielten einen souveränen 2. und im Finale 3. Platz - welcher mich automatisch zum deutschen Meister im BCI machte.

  • Pilotenschein
  • Rehearsal I
  • Rehearsal II
  • Rehearsal III
  • Rehearsal IV

 

 


 


Das Spiel

Der Pilot steuert, allein mit den Gedanken, einen Avatar der eine Strecke mit Tempo X absolviert - ein klassisches Wettrennen.
Auf der Strecke gibt es insgesamt 4 verschieden farbige Bereiche, die sich unterschiedlich oft wiederholen:

  • grau: entspannen/nichts denken
  • gelb: linke Hand - "rollen"
  • blau: rechte Hand - "sprinten"
  • rot: Füße - "hüpfen"

Beispiel: wenn der Avatar im roten Bereich ist, muss ich mich auf meine Füße konzentrieren d.h. ich denke daran wie ich ein Gaspedal durchtretet.

Im Idealfall kommt das richtige Signal in selbigen Bereich - der Avatar bekommt einen Geschwindigkeits-Boots.
Umgekehrt ist es aber so, dass wenn ich im roten Bereich ein falsches Signal z.B. gelb also an die linke Hand denke, bekommt der Avatar ein Malus - er wird ausgebremst und bewegt sich ein paar Sekunden überhaupt nicht.

  • nichts denken
  • rollen
  • sprinten
  • hüpfen
  • falsches Signal

 

 


 


Anstrengend obwohl man nur denkt? Definitiv!

Ich sitze zwar blöd gesagt "nur dumm rum", aber es geht sehr massiv an die Substanz.
Probieren Sie es doch selbst mal aus:
Denken Sie mal 3 Minuten an nichts!

Und, hat es geklappt?
Genau darin liegt die Schwierigkeit - nichts zu denken ist unfassbar schwer, weil einem ständig irgendwelche Dinge in den Kopf kommen, über die man nachdenkt.
Eine weitere Schwierigkeit für mich ist es, an etwas zu denken beispielsweise daran wie ich ein Glas greife, aber ich darf mich nicht bewegen, sondern nur in Gedanken diesen "Greifprozess" denken.
Ich denke, Sie können mir folgen;)

Von der physischen Belastung abgesehen, gibt es da noch die Vorbereitung damit die Signale sauber von meinem Kopf ausgelesen werden können und die Zeit, während ich das EEG trage. Bevor es überhaupt losgehen kann, werden mit Metalspritzen eine Art "Kontakt-Gel" unter jede Elektrode aufgebracht und solange "angekratzt" bis die jeweilige Elektrode grün leuchtet - unangenehm, aber nicht so sehr schmerzhaft.
Nach ca 4-5 Stunden Training ist es ein sehr befreiendes Gefühl - denn die Haube mit den ganzen Kabeln und Elektroden hat schon etwas Gewicht und liegt zudem sehr eng an, aber es ist auch sehr widerlich - da das Gel nach der Zeit stellenweise schon angetrocknet ist. Optisch könnte man auch meinen, dass ich einen Tintenfisch oder Saugnäpfe auf gehabt hätte.

  • Vorbereitung
  • danach

 

 


 


Warum ich das mache?

"Hey, ich bin Teil der Zukunft?, reicht das nicht?!"
Okay erwischt, ich will mich "Weltmeister" nennen dürfen - allein deswegen mach ich mit!

Spaß beiseite:
Es ist das Komplettpaket! Unser Team ist fantastisch und arbeitet Hand in Hand, sodass jede Trainingseinheit ein Fortschritt ist.
Außerdem wer hat nicht schon davon geträumt, irgendetwas allein mit der Kraft seiner Gedanken etwas zu steuern oder zu machen?
Es ist völliges Neuland und ich darf dieses mit meinem Team betreten und voran bringen - allein diese Tatsache entlohnt jede noch so große Anstrengung während dem Training.
Des weiteren wird die Forschung voran gebracht, nicht nur im Bezug auf Gedankensteuerung, sondern in jeder oben gelisteten Disziplin.
Was mir persönlich sehr am Herzen liegt ist auch der Punkt, dass Menschen mit massiven körperlichen Einschränkungen eine Bühne gegeben wird, auf der sie zeigen können was in ihnen steckt!

In unserer Gesellschaft werden Behinderte viel zu oft abgestempelt, in "Schubladen" gesteckt und außen vor gelassen.
Und nur weil es Filme wie "Ziemlich Beste Freunde"(grandioser Film - ohne Frage) gibt, bedeutet das nicht, dass man weiß, "wie der Alltag und die Einschränkung eines Beeinträchtigten aussieht" oder "wie er tickt" - jeder ist anders!
Natürlich gibt es die Paralympics, aber der Cybathlon geht in meinen Augen eine andere Richtung - eine zukunftsorientierte, mit Schwerpunkt der Einbindung der heutigen möglichen Technik!

Zu guter letzt, bringt es mich in vielerlei Hinsicht weiter:
Zum einen erlange ich nach & nach mehr Kontrolle über meinen Körper, zum anderen werden die Nerven stark stimuliert, was mich dem "großen Ziel" - aus dem Rollstuhl herauszukommen - Stück für Stück weiterbringt (meiner Meinung nach)

 

 

 


 


Was passiert bis zum "richtigen" Wettkampf im Oktober 2016?

In erster Linie Training, Training und nochmal Training
Das Ziel ist es, soweit zu kommen wie es möglich ist, dass bedeutet aber auch harte Arbeit damit die richtigen Signale zur richtigen Zeit kommen.
Abgesehen davon, stehen Pressetermine und die Suche nach Sponsoren auf dem Programm!

Unsere Idee: Team-Shirts, bei denen die Logos der Sponsoren auf dem Rücken aufgedruckt sein werden.
Unser Traum: Ausreichend Sponsoren zu haben für den Transport des Teams & Freunden, die mitkommen möchten um uns zu unterstützen.
Im Idealfall, sodass wir uns auch keine Sorgen über unsere Unterkunft während dem Cybathlon machen müssen.
Beides, Transport & Unterkunft, stehen bisher noch in den Sternen.

Falls Sie sich angesprochen fühlen, jemanden kennen oder weitere Informationen möchten gibt es mehrere Wege:

>>>zum Sponsorenbrief<<<

 

 

 

 


 

Presse & weitere Bilder

Eine kleine Übersicht bisher veröffentlichter Berichte, TV-Beiträge und verschiedene Bilder


Interessante Zusammenfassung,
auch wenn die Bezeichnung "Cyborg" etwas seltsam ist.

 

 

 

Sponsoren

 

TU Darmstadt

Max-Planck-Gesellschaft

Brain Products

Darmstadt Marketing GmbH

idatase

IAS

MP

Elektro Ehinger

Design-SR